„Demenz, Depression, Delir: Herausforderungen einer alternden Gesellschaft“

Gemeinsames Hauptstadtsymposium von DGGPP und DGPPN

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Die Folgen des demografischen Wandels spiegeln sich unmittelbar in der psychiatrischen Versorgung wieder. Während immer mehr alte Menschen ein immer höheres Lebensalter erreichen, steigt auch ihr Risiko, mit zunehmendem Alter an einer psychischen Störung oder Belastung zu erkranken. Neben Demenzen sind ältere Menschen insbesondere von Depressionen, Ängsten, aber auch von Verlust, Einsamkeit und belastenden Konflikten in Partnerschaften und Familien betroffen. Die Körperkraft nimmt ab, Krankheit und Tod kommen näher und die Psyche muss lernen, damit umzugehen. Zudem bedingen sich körperliche und psychische Leiden im höheren Alter wechselseitig. Doch im Gegensatz zu einer körperlichen Erkrankung wird psychisches Leid im Alter oftmals übersehen und nicht adäquat behandelt. Die mangelhafte Versorgung ist vor allem in Kliniken und Pflegeheimen zu spüren, wo schon heute ausreichend qualifiziertes Personal für die wachsende Anzahl älterer Patienten fehlt. Ein Missstand, dem dringend entgegengewirkt werden muss. Denn Lebensqualität im Alter ist nicht nur mit körperlicher, sondern vor allem auch mit psychischer Gesundheit verbunden. Lebensqualität zu erhalten, ist Aufgabe einer modernen Alterspsychiatrie, aber auch eines vorausschauenden Gesetzgebers. Er ist gefordert, entsprechende Rahmenbedingungen, nicht zuletzt auch im Sinne der Solidargemeinschaft zu schaffen.

Das in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie (DGGPP) durchgeführte DGPPN-Hauptstadtsymposium „Demenz, Depression, Delir: Herausforderungen einer alternden Gesellschaft“ will auf die Bedeutung der bedarfsgerechten Versorgung von alten Menschen mit psychischen Erkrankungen aufmerksam machen und aufzeigen, dass dies in einer alternden Gesellschaft ein gemeinsames Ziel sein muss.

Auf einen Blick

Datum: Mittwoch, den 03.04.2019
Uhrzeit: 10:00–15:30 Uhr
Ort: Heinrich-Böll-Stiftung | Schumannstr. 8 | 10117 Berlin
Veranstalter: DGPPN e. V. in Koorperation mit DGGPP e. V.
Kosten: kostenfrei
Zielgruppe: Ärzte, Therapeuten, Vertreter von Verbänden und aus Wissenschaft, Politik und Presse sowie Öffentlichkeit, Betroffene und Angehörige
Zertifizierung: mit 5 CME-Punkten von der Ärztekammer Berlin zertifiziert

Programm (Stand: 18.03.2019)

ab 09:30 Uhr Registrierung
10:00–10:40 Uhr  Begrüßung
Prof. Dr. Dr. Andreas Heinz, Präsident der DGPPN, Berlin (Moderation)
Prof. Dr. Dr. Michael Rapp, Präsident der DGGPP, Wiehl
Keynote

Herausforderungen in der gerontopsychiatrischen Versorgung 
Prof. Dr. Gerd Glaeske, Bremen

10:40–11:40 Uhr Besonderheiten psychischer Erkrankungen im Alter
Personenzentrierte Versorgung: Wunsch und Wirklichkeit
Prof. Dr. Vjera Holthoff-Detto, Berlin
Depression im Alter: Risikokonstellationen und Versorgungspraxis
Prof. Dr. Steffi G. Riedel-Heller, MPH, Leipzig

Alzheimer und Demenz: Medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten 
Prof. Dr. Frank Jessen, Köln

11:40 Uhr Kaffeepause
12:00–13:00 Uhr Versorgung im Heim
Fokus: Demenz
Prof. Dr. Dr. Michael Rapp, Wiehl
DGGPP-Siegel „Demenzsensibles Heim”
Dr. Beate Baumgarte, Gummersbach
Fokus: Depression 
Prof. Dr. Michael Hüll, Emmendingen
13:00 Uhr Mittagspause
13:45–15:30 Uhr

Versorgung im hohen Lebensalter

Suizid und Suizidprävention
Dr. Claus Wächtler, Hamburg

Delir und palliative Begleitung
Prof. Dr. Walter Hewer, Göppingen
Podiumsdiskussion zum Handlungsbedarf in Versorgung und Forschung

Prof. Dr. Dr. Michael Rapp, DGGPP, Wiehl
Emmi Zeulner, MdB, CSU, Berlin (angefragt)
Dr. Wieland Schinnenburg, MdB, FDP, Berlin (angefragt)
Maria Klein-Schmeink, MdB, Bündnis´90/Die Grünen, Berlin
Dr. Sabine Köhler, BVDN, Krefeld
Prof. Dr. Matthias Endres, DZNE, Berlin
Gudrun Schliebener, BApK, Bonn
Sabine Jansen, DAlzG, Berlin

Zusammenfassung und Abschluss
Prof. Dr. Dr. Andreas Heinz, Berlin
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Ihre Ansprechpartnerin

Dipl.-Psych. Kristina Günther
Kongresskoordination und Veranstaltungen

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Reinhardtstraße 27 B I 10117 Berlin
Telefon: 030 2404772-37
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